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Neue Impfempfehlungen der STIKO!

AKTUELLES

Neue Impfempfehlungen der STIKO!

Masern-, Grippe-, Keuchhusten-Impfung

 

Am 2. August 2010 wurden die neuen STIKO-Empfehlungen im Epidemiologischen Bulletin Nr. 30 des Robert-Koch-Institutes veröffentlicht. Begründungen und Erläuterungen zu den Empfehlungsänderungen werden in den Epidemiologischen Bulletins Nr. 32 und 33 nachzulesen sein.

Als die drei wesentlichen Neuerungen stellen sich Empfehlungen zur MMR-Impfung, zur Pertussis-Impfung und zur Influenza-Impfung (in der Schwangerschaft) dar.
Im Folgenden sind die für die frauenärztliche Praxis wichtigen Änderungen und Empfehlungen zusammengefasst:

 

Masern (MMR-Impfung)

Erwachsene:
Eine Masern-Impfung (in Form der Masern-Mumps-Röteln-Impfung) empfiehlt das RKI nun allen Erwachsenen, die nach 1970 geborenen wurden - sofern sie nicht oder nur einmal geimpft sind oder der Impfstatus unklar ist. Besonders wichtig ist diese Empfehlung für Menschen, die im Gesundheitsdienst, in der Betreuung von immungeschwächten Menschen oder in Gemeinschaftseinrichtungen arbeiteten. Hierfür wird eine einmalige MMR Impfung als Standardimpfung empfohlen. Ungeimpfte Frauen im gebärfähigen Alter sollten zwei MMR-Impfungen erhalten.

Kinder- und Jugendliche:
Bei den unter 18-Jährigen bleibt es bei der zweimaligen MMR-Impfung.

Säuglinge- und Kleinkinder:
Wegen des Nachlassens der Leihimmunität („Nestschutz" durch mütterliche Antikörper) im 2. Lebenshalbjahr wird empfohlen, bereits ab einem Alter von 9 Monaten zu impfen

  • bei bevorstehender Aufnahme in eine Gemeinschaftseinrichtung
  • nach möglichem Kontakt zu Masernkranken.

In diesen Fällen sollte die 2. MMR-Impfung bereits zu Beginn des 2. Lebensjahres erfolgen.

Jüngere Neugeborene sollten im Ausbruchsgeschehen durch Impfung der Kontaktpersonen geschützt werden. Individuelle Risiko-Nutzen-Abwägungen  können eine Impfung mit 6-8 Monaten ausnahmsweise begründen. In diesen Fällen sollten anschließend eine 2. und 3. MMR Impfung im 2. Lebensjahr erfolgen.

 

Grippe: Influenza-Impfung

Mit der jetzigen neuen Empfehlung wird endlich das umgesetzt, was die AG Impfen schon seit Jahren empfiehlt: Alle Schwangeren sollten ab dem 2. Schwangerschaftsdrittel (Trimenon) eine Influenza-Impfung erhalten, bei erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens (chronische Erkrankung)  sogar ab dem 1. Trimenon. Damit wird den besonders schweren Verläufen von Influenza und der hohen Komplikationsrate in der Schwangerschaft Rechnung getragen, die in den vergangenen Jahren deutlich wurden.

 

Keuchhusten: Pertussis-Impfung

Neben der seit 2009 gültigen Empfehlung zur einmaligen Pertussis-Impfung aller Erwachsenen (im Rahmen der nächsten fälligen Tetanus/Diphterie-Auffrischungsimpfung) und der seit 2004 geltenden Empfehlung zur Impfung aller Kontaktpersonen von Neugeborenen sind jetzt explizit die Frauen im gebärfähigen Alter genannt, die alle 10 Jahre eine Indikationsimpfung erhalten sollen.

(zusammengefasst von Dr. Michael Wojcinski, Sprecher der AG Impfen des BVF)

06.08.2010